Schonende pelagische Fischerei
Für den behutsamen Heringsfang nutzen unsere Fischer pelagische Schleppnetze und Ringwaden. Der Begriff „pelagisch“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „frei im Wasser lebend“. Pelagische Schleppnetze sind daher für den Fang von im freien Wasser lebenden Fischarten wie Rotbarsch, Kabeljau, Seelachs, Makrele, Hering, Sprotte, Sardelle und teilweise Sardinen konzipiert: Ihre Trichterform läuft am Ende in einer Tasche, dem Steert, aus. Darin werden die Fische gesammelt. Die Öffnung des Netzes ist 50-70 m hoch und 80-120 m breit, die Gesamtlänge beträgt meist 1.500 m. Die Netze werden von zwei Trawlern (Booten) bei einer Geschwindigkeit von 3-4 Knoten (ca. 5 km/h) in einer Wassertiefe von etwa 50-300 m geschleppt. Die Ortung der Fische erfolgt hierbei mittels Sonar und Echolot. Ringwaden werden sowohl in der Hochseefischerei als auch in der Binnenfischerei eingesetzt. Während sie bei der Hochseefischerei bis zu 2.000 m lang sein können und bis zu einer Tiefe von 200 m reichen, haben sie in der Binnenfischerei nur eine Länge von 50-200 m und reichen bis zu 20 m tief. Die Ringwade wird ringförmig um einen Fischschwarm ausgelegt und anschließend mit der an der Unterleine befindlichen Schnürleine zugezogen, sodass die Fische völlig im Netz eingeschlossen sind. Im unteren Teil ist die Maschenweite sehr klein, um einen schonenden Fang zu garantieren und Haut- und Kiemenverletzungen weitgehend auszuschließen. Wir zeigen Initiative
Damit das natürliche und gesunde Nahrungsmittel Fisch auch in Zukunft ausreichend zur Verfügung steht, unterstützen wir die Initiative „Bestandserhaltende Fischerei". Das heißt, wir beziehen unseren Fisch nur von Lieferanten, die sich zu einer verantwortungsvollen Fischereipraxis verpflichtet haben. Außerdem verarbeiten wir keine Fischarten, die vom Aussterben bedroht sind oder unter gesetzlichem Artenschutz stehen. Deshalb finden Sie bei Hawesta ausschließlich Fische aus kontrollierten Fanggebieten, die in zugelassenen Mengen und Größen gefischt wurden. Die Initiative „Bestandserhaltende Fischerei“ ist im Jahr 1997 von der deutschen Fischwirtschaft ins Leben gerufen worden, nachdem die Welthandelsorganisation Anfang der neunziger Jahre meldete, dass ein Großteil der weltweiten Fischbestände übernutzt, überfischt und zum Teil bereits zusammengebrochen war. Unsere Fischlieferanten nennen uns deswegen stets das jeweilige Fanggebiet und die angewandte Fangmethode. Auf diese Weise können wir sichergehen, dass der Fisch von Hawesta garantiert aus Meeresgebieten stammt, für die internationale Fangregulierungen bestehen, und dass er ausnahmslos nach gesetzlichen Bestimmungen gefangen wurde. Schließlich beinhaltet die Initiative „Bestandserhaltende Fischerei“ auch Vorschriften zu technischen Maßnahmen, die den Fischnachwuchs beim Fischfang schonen und den Beifang unerwünschter Arten minimieren – etwa durch Bestimmungen für zugelassene Maschenweiten. |